Die Marathons sind vorbei, die Ironmans oder Ironmen ebenfalls, kurzum, eigentlich ist die ganze Frühjahrs-Saison vorüber.
(Fortsetzung)
sich über
Winter und Frühling eine solide Grundlage geschaffen hat, muss zu Beginn der
zweiten Vorbereitungsphase natürlich nicht wieder vollkommen von vorne
anfangen; allerdings sind es in den ersten Wochen selbstverständlich wieder die
lockeren Einheiten, die im Vordergrund stehen. Je näher der herbstliche
Höhepunkt rückt, desto spezifischer und härter werden auch die einzelnen
Einheiten. Wer die Moral hat, darf durchaus schon zu Beginn dieser härteren
Phase ein paar Wettkämpfe einplanen. Meist ist es aber ziemlich heiß im August,
daher darf man sich keine Bestzeiten erwarten; vielleicht Personal Bests auf
diversen Strecken, die man bereits in den Vorjahren ebenfalls zur Sommerszeit
absolviert hat, mehr aber nicht.
Eines sollte der motivierte Trainierer jedoch
auf keinen Fall machen; sich von dermaßen viel Tour de France oder Olympischen
Spielen so anspornen lassen, dass man sich keinen einzigen Ruhetag gönnt; oder
gar von Tag zu Tag mehr und härter trainiert, nur, weil einem das die
Spitzensportler im TV so vormachen. Dann nämlich schlittert man unversehens ins
Übertraining und kann den Rest der Saison vergessen.
Vernünftige
Trainingsplanung mit intelligenter Pausengestaltung, abwechslungsreichem
Training, Kräftigung und Stretching sind angesagt. Wer etwa am Mittwoch harte
Intervalle laufen möchte, kann nicht von Samstag bis Dienstag - nur weil die
liebe Sonne so schön vom Himmel lacht - dauernd voll und lang Radfahren. Das
heißt, klar kann man das, vielleicht drückt man sogar die Intervalle noch
irgendwie und im angestrebten Zieltempo durch; aber letztendlich wird dies dem
Formaufbau nicht gerade zuträglich sein. Zum Abschluss noch ein kleiner Tipp
für alle Sonnenhungrigen; wenn man einen schön trainierten Body hat, dem man
endlich diese komische Radfahrer- oder Triathlonfarbe „wegbräunen“ möchte, kann
man dies durchaus mit stundenlangem Sonnenbaden machen. Der Form selbst tut
dies aber nicht besonders gut, da langes Sonnen einfach Substanz kostet. Tja,
Schönheit muss leiden, sportliche Form aber auch, beides geht nicht oder nur
schwer. Ebenfalls nicht besonders gut für die sportliche Leistungsfähigkeit ist
langes Herumstehen in der Sonne; also stundenlanges Anstellen beim
Wasserskilift oder Eiskaufen sollten ersetzt werden durch faules Herumliegen im
Schatten oder besser in einer abgeschiedenen Hütte ganz alleine.