Vor allem Radanfängern sei gesagt; man fährt nicht zwei, drei Stunden nur im Sitzen, das hält niemand aus, weil einem nach spätestens einer halben Stunde alles (untenrum) einschläft.
(Fortsetzung)
Unmöglichkeit eigentlich.)
Radhosen mit
Einsatz bewahren nicht schlecht vor einem Wolf (offene Stellen an den
Innenseiten der Beine, die richtig schmerzen und zum Aufgeben zwingen können;
da sich klarerweise Schweiß dazu mischt, und das brennt…). Dort, wo man sitzt -
ein Teil davon ist das „Perineum“ - entstehen ebenfalls gerne offene Stellen
oder gar Furunkel. Der eine ist öfter davon betroffen, die andere weniger oft
bis gar nie. Faktum ist, auch hier ist Vorbeugen die klügere Wahl, diesmal
nicht unbedingt im wahrsten Sinne des Wortes. Dickes Eincremen mit fettigen
oder sogar heilenden Salben VOR dem Losfahren kann Wunder bewirken. Welche
Salben oder Cremes man am besten verwendet, kann so einfach nicht gesagt
werden; jeder muss selbst ausprobieren, ob ihm eher die Spezial-Tinktur
irgendeines Radutensilien-Herstellers mehr zusagt oder die plumpe Vaseline.
Ohne Eincremen startet allerdings wohl kein einziger alter Haudegen. Wer schon
mal ein Furunkel etwa am Perineum (jetzt die Erklärung dieses Wortes; beim Mann
ist dies der Bereich zwischen Hodensack und After, bei der Frau zwischen dem
Schamspaltenwinkel und dem After) hatte, weiß, wie unangenehm dies ist. Zum
einen kann man immer schlechter auf dem Sattel Platz nehmen, zum anderen muss
man - wenn es schlimmer wird - zum Arzt, und der schneidet das Ganze im
allerschlimmsten Fall auf. Und das, meine lieben Leser, tut wahrlich sauweh,
glauben Sie mir! Wichtig; auch nach dem Radfahren (und dem Duschen klarerweise)
mit der Creme der Wahl richtig dick einschmieren. Bei der nächsten Ausfahrt
werden Sie sich selbst dankbar dafür sein!
Vor allem Radanfängern sei gesagt; man fährt
nicht zwei, drei Stunden nur im Sitzen, das hält niemand aus, weil einem nach
spätestens einer halben Stunde alles (untenrum) einschläft. Alle zehn bis
fünfzehn Minuten schalte man daher in einen höheren Gang (z. B. von der kleinen
Scheibe vorne auf die große) und stehe für einige Sekunden auf; das lockert
erstens mal „untenrum“ alles auf, zweitens aber auch „obenrum“; Nacken,
Schultern, Arme werden es Ihnen ebenfalls danken, die neigen nämlich auch zum
„Einschlafen“ aufgrund zu einseitiger Belastung. Sonst aber ist Radfahren
wahrhaftig wunderbar!