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Nachmachen sollte man diesen Ernährungsstil bitte nicht, die Folge wäre unmäßiges Übergewicht, Krankheit und durchaus der Tod.



(Fortsetzung)

klarerweise nicht, die Folge wäre unmäßiges Übergewicht, Krankheit und durchaus der Tod. Warum dann dennoch dermaßen viele Menschen auf dieser Erde gerade diesen Lebensstil exklusive Training verfolgen, mag vielen, die gerne und regelmäßig Sport treiben, nicht klar sein. Bei Schwimmern oder generell bei Athleten von Phelps´ Kaliber und Statur kommt noch hinzu, dass sie mehr oder weniger ausschließlich aus Muskeln bestehen – abgesehen natürlich vom passiven Bewegungsapparat, dem Blut ua. Muskeln verbrauchen nicht nur in Ruhe mehr Energie als Fett, sondern auch unter Belastung, weil sie mit Sauerstoff versorgt werden müssen.

Im Falle des Hochleistungsschwimmers kommen noch zwei Faktoren hinzu. Seine Belastungsdauern im Wettkampf sind selten länger als 110 Sekunden, und Wasser trägt, d. h., Phelps muss nicht sein gesamtes Körpergewicht von Wende zu Wende „schleppen“. Ein 800-m-Läufer etwa, dessen Belastungsdauer im Wettkampf auch ca. 105 Sekunden beträgt, muss schon um einiges schlanker sein, weil der Auftrieb an Land fehlt. Auch könnte ein Weltklasse-800-m-Läufer niemals solche Mengen wie der Schwimmer verdrücken, weil er sonst keine einzige seiner Laufeinheiten auf der Laufbahn oder im Wald, höchstens wieder auf der Toilette oder im Gebüsch verbringen würde.

Ob Michael Phelps Ernährungsstil nun gesund oder ungesund sein mag, er hat unfassbaren Erfolg damit, er ist der beste Schwimmer aller Zeiten. Larissa Latynina, die einst für die UdSSR 18 olympische Medaillen erringen konnte, war letzten Dienstag extra für das Rennen über die 200 m Delfin nach London gereist und gratulierte dem Schwimm-Superstar zu Tränen gerührt zu dessen Silbermedaille, die eben seine 19. Olympische war. Einen großen Unterschied gibt es aber mit Sicherheit zwischen den beiden. Weder durfte die russische Turnerin damals dermaßen viel essen, noch konnte sie auf Junk-food, Cola oder Vergleichbares zurückgreifen. Aber auch so wird sie - zumindest, was Olympia betrifft, für immer unvergessen bleiben. Nicht vergessen sollte der nicht ganz so supersportliche Leser (etwa im Vergleich mit Phelps), dass der Körper ohnehin verlangt, was er gern hätte. Und darauf sollte man etwas mehr hören, dann regelt sich alles von selbst - auch der Energiehaushalt.

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  • Autor: Christian Kleber (MAS)
  • Link: http://www.MaxFun.cc
  • Gelesen: 42692 mal
  • Datum: 2012-08-03 | publication_date Fri, 03 Aug 2012 21:51:19 CEST | RV2819 7 %
  • Tags: Essen, Omelett, eier, Zucker, Toasts, Kaffee, Pasta, Käse, Mayo, Weißbrot

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