Nur in den Pausen wird man stärker, wer sich am Montag im Training einschenkt, tut gut daran, Dienstag bis Mittwoch/Donnerstag nur locker zu trainieren.
(Fortsetzung)
Die Schwierigkeiten einer mehrwöchigen Radrundfahrt liegen unter
anderem in den Regenerationsfähigkeiten der einzelnen Fahrer. Wer sich
schneller erholt, fährt am nächsten Tag schneller. Gute Grundlagen, die man
sich in der allgemeinen Vorbereitungsperiode geholt haben muss, sind hier ua.
ausschlaggebend.
Aber auch der
Hobbysportler ist gut beraten, sein Sportjahr nach ein, vielleicht zwei
Höhepunkten einzuteilen und zu periodisieren. Freilich kann man auch jedes
Wochenende einen Marathon laufen, nur eben nie optimal schnell, sondern eben
immer nur so halb. Wesentlich gescheiter ist es da, sich bereits im Hochsommer
oder Herbst Gedanken zu machen, wo man im darauffolgenden Jahr starten möchte.
Im Hochsommer oder Herbst deshalb, weil man vielleicht irgendwo bei einem
Bewerb zugesehen hat, der interessant oder mehr als das war. Daher gleich rot
anstreichen im Kalender des nächsten Jahres und überlegen, wie man dann am Tag
X in Hoch- oder gar Höchstform sein kann.
Die
Einfach-Periodisierung 7-4-1 besagt, dass man einen sportlichen Höhepunkt im
Wettkampfjahr (welches durchaus meist nicht von 1.1. bis 31.12. dauert, sondern
weggerechnet vom Ziel-Wettkampf des nächsten Jahres) plant, dem 7
Vorbereitungsmonate vorausgehen, der Wettkampf selbst liegt dann am Ende der
4-monatigen Wettkampfperiode, der ein ganzes Regenerations- oder Übergangsmonat
nachfolgt.
Die Vorbereitungsphase selbst teilt sich in eine allgemeine (in der
durchaus auch andere Sportarten erlaubt sind) und eine spezielle (in der
klarerweise immer spezifischer und spezieller trainiert werden sollte). In der
Mitte der Wettkampfphase steht ein erster Hauptwettkampf, bei dem aber noch
nicht mit der maximal möglichen Leistungsfähigkeit zu rechnen ist, am Ende der
Wettkampfphase steht dann der 2. Hauptwettkampf, der dann sozusagen „den“
Höhepunkt schlechthin darstellen sollte.
Wem all das zu viel Planung ist, wer
sich lieber auf sein Bauchgefühl verlassen möchte, darf und soll dies natürlich
tun. Niemand sagt, dass man damit keinen Erfolg haben kann, zu viele positive
Beispiele, die genau dies belegen. Und Sport oder Training sollen in erster
Linie Spaß machen, nichtsdestotrotz täten vielleicht genau diejenigen gut
daran, etwas mehr Struktur in ihr Training/Leben zu bringen, die bislang mit
ihren Leistungen nicht so zufrieden waren, weil sie vielleicht „Kraut und
Rüben“ durcheinander trainiert haben.