Mit eher traurigem Lächeln (weil die Einsicht spät, aber doch gekommen ist) ist man beim Physiotherapeuten und bekommt wieder mal schändlich vor Augen geführt, wie wichtig doch trainingsbegleitende Maßnahmen sind/wären.
(Fortsetzung)
bei denen
man es seinen Kollegen so richtig gezeigt hat. Und gleich noch zwei Stunden
angehängt hat, weil die vier davor ja zu wenig waren. Gut, zu Hause angekommen
war man halbtot, an Rumpfmuskulatur oder gar Dehnen war nicht zu denken, aber
das Bier hat geschmeckt, das sag ich Ihnen. Am Tag darauf dann nur drei Stunden
Rad, dafür einen 90-Minüter laufmäßig angehängt, wieder kein
Alternativtraining, zu platt gewesen. Das wollte man sich für den nächsten
Regentag, der auch zu einem Ruhetag werden sollte, aufheben. Aber das mit dem
Regen, das war so eine Sache diesen Sommer. Eigentlich war man dem immer davongefahren,
von Wien nach Malle, dort hatte es überhaupt immer 37 Grad plus, dann zurück
nach Wien, da war es dann ähnlich, und als endlich der erhoffte Regen gekommen
wäre, war man wieder nach Lienz gefahren. Und dort hatte man es sich überhaupt
so richtig besorgt mit dem Radverein, also Dehnen oder so war da schon gar
nicht.
Tja, und jetzt
zwickt´s und zwackt´s im Meniskus oder Quadrizeps-Ansatz, den Ischias spürt man
auch, und der Physio meint, mit dem Einbeinstand wär das nicht so berühmt, und
instabil wären die Knie auch. Super. Daher nochmal der Aufruf; wer viel rennt
und Rad fährt, sollte pro Woche wenigstens 3x15 Minuten abzwacken vom
Kilometerfressen und seinen Rumpf trainieren; nicht nur dynamisch (also z. B.
mit Crunches oder Lower Back Wiederholungen), sondern auch oder gerade
statisch; mit Stabi-Übungen (auf den Ellbögen aufstützen, anspannen, Beine
abwechselnd hoch, etc.). Dehnungsübungen sind so verkehrt auch wieder nicht,
nach lockeren Einheiten einfach ein wenig am individuellen range of motion
arbeiten. Und last but not least sollte man auch ein wenig auf instabilen
Unterlagen Kniebeugen beid- oder einbeinig, mit offenen oder geschlossenen
Augen, Ausfallschritte und dergleichen machen. Mal mit Schuhen, mal barfuß. Auch
empfiehlt es sich, immer wieder bloßfüßig auslaufen zu gehen, nur für ein paar
Minuten, aber REGELMÄSSIG. Klingt jetzt alles nach verdammt viel Zeit und
Energie, ist es aber nicht. Statt weiterer, leerer Kilometer lässt man eben
davon ein paar weg und ist alternativ und begleitend unterwegs. Der Körper wird
es einem danken, und die Leistung auch!