Herbstform: Planung und Timing sind von großer Bedeutung!

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Wer immer nur locker unterwegs ist und sozusagen "aus dem Stand" einen Wettkampf absolviert, erschrickt mehr oder weniger sofort nach dem Startschuss.



(Fortsetzung)

beinhaltet, um hernach in vorermüdetem Zustand noch ein paar „Kürzere“ runter zu spulen. Für den 10-km-Mann könnten das 1x4000 plus 2x1000 plus 2x500 sein. Schneller werdend.

Und der Zeitfahrer tut gut daran, sich erstens wieder an seine doch recht extreme Position auf dem Rad zu gewöhnen – indem er etwa ein paar 20-30-Minuten-Belastungen im GAII-Tempo (also nicht allzu intensiv, aber doch anstrengend) in sein Training einbaut, bevor´s letztlich ans Eingemachte geht; da stehen dann mehrere wirklich intensive, aber sauber in Aeroposition gefahrene, kurze, harte Intervalle an.

Intensive Geschichten haben mehrere Berechtigungen; erstens schult man seinen Kopf. Wer immer nur locker unterwegs ist und sozusagen „aus dem Stand“ einen Wettkampf absolviert, erschrickt mehr oder weniger sofort nach dem Startschuss. Weil das Tempo, das man von den bisher absolvierten Wettkämpfen gewohnt war (aber momentan eben nicht IST), viel, viel höher ist als das Trainingstempo. Wer vor dem ersten Herbstwettkampf einige harte Intervalle absolviert hat, weiß zumindest, was auf ihn zukommt. Ungefähr wenigstens, denn Training und Wettkampf sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Sollten sie auch sein. Zweitens schult man seine Laktattoleranz. Mehr Laktat auszuhalten heißt, schneller laufen oder fahren zu können. Drittens seine maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit. Das heißt, der Körper ist (durch regelmäßiges intensives Training) in der Lage, mehr Sauerstoff im Körper zu verwerten. Und darum geht´s.

Abgesehen davon macht hartes Training auch Spaß. Vielleicht nicht gerade das allererste dieser Trainingsphase, denn da kommt man sich meistens vor wie im falschen Film. War beispielsweise ein 4er-Schnitt Ende Juni so was wie ein Spaziergang, ist dasselbe Tempo Anfang September schon allein koordinativ eine lustige Herausforderung. Nur keine Angst, spätestens nach der dritten schnellen Einheit fühlt man sich wieder viel besser damit. Aber Achtung; Planung und Timing sind auch hier von großer Bedeutung. Viel länger als 4-6 Wochen kann niemand so halbwegs in Form sein, wer Ende August/Anfang September mit schnellen Einheiten anfängt, darf sich nicht wundern, wenn Mitte Oktober der Ofen aus ist. Und da es sich bereits um die zweite harte Phase dieses Jahr handelt, ist er dann ganz aus.

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  • Autor: Christian Kleber (MAS)
  • Link: http://www.MaxFun.cc
  • Gelesen: 40599 mal
  • Datum: 2012-09-12 | publication_date Wed, 12 Sep 2012 20:34:53 CEST | RV3908 10 %
  • Tags: Herbstform, Training, Planung, Timing, MaxFunTiming, Wachaumarathon, Intervall, Wettkampf

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