Obst und Gemüse sollten aus der eigenen Region sein!
(Fortsetzung)
Und die benötigt unser Körper auch.
Spinat ist - das wissen wir seit
Popeye - die gesündeste „Frucht“ Mutter Gottes. Weil sie so viel Kraft gibt und
so unglaublich viel Eisen hat, dass man selbst fast zu Eisen wird. FALSCH! Vor
vielen Jahren, bevor man Popeye mit seiner Spinat-Werbungs-Kampagne erfunden
hat, hat man schlicht und einfach ein Komma falsch gesetzt; 100 g Spinat
enthalten mit 3,5 mg zwar recht viel Eisen, aber nicht wie lange Zeit
fälschlich behauptet 35 mg…tja, was ein kleiner Strich so alles ausmachen kann.
Nicht, dass man mich jetzt falsch versteht, Spinat ist eine sehr gesunder,
recht Vitamin-C-hältiger (40-150 mg/100 g) Nahrungspflanze. Die auch als
Heilmittel etwa gegen Blähungen verwendet werden kann. Das im Spinat enthaltene
Nitrat wird langfristig (also wenn man den Spinat eine Woche und länger stehen
lässt) in Nitrit, das den Sauerstofftransport im Körper beeinträchtigt,
umgewandelt. Aufwärmen ist aber an sich unbedenklich, länger als sieben Tage
sollte man das Pflänzlein, das zur Gattung der Familie der Fuchsschwanzgewächse
zählt - ganz schön komplizierte Verwandtschaftsverhältnisse… - aber nicht
stehen lassen (zumindest nicht, wenn man es dann noch verzehren will…).
Spinat enthält
die drei Radikalenfänger Beta-Carotin, Vitamin-E und –C, die in der Gruppe
wesentlich effektiver gegen die Zellzerstörungen, die eben durch die freien
Radikale entstehen, vorgehen können. Vor allem werdende Mütter tun gut daran,
Spinat zu sich zu nehmen, da dieser eine ausgezeichnete Folsäurenquelle
darstellt. Folsäure spielt eine entscheidende Rolle bei der Formung des
Zentralnervensystems des Fötus. Der Pflanzenfarbstoff der grünen Pflanze
enthält Karotinoide in großen Mengen, die wiederum schützen unsere Augen.
Nun
noch ein paar Tipps; man kaufe Freilandware, entferne den dicken Stengel und
die großen Blätter, die enthalten die größte Nitratmenge; Spinat garen, dadurch
senkt man den Nitratgehalt um bis zu 70%, dafür enthält das Kochwasser diesen
dann. Daher - Kochwasser weg! Am besten serviere man Spinat sofort nach dem
Kochen. Wer Spinat aufbewahren möchte, blanchiere ihn, schrecke ihn mit
Eiswasser ab und drücke das Restwasser heraus. Dann decke man ihn mit einer
Schicht Olivenöl ab und stelle ihn in den Kühlschrank. Tiefkühlspinat ist übrigens
normalerweise schonend verarbeitet, alle wichtigen Inhaltsstoffe bleiben intus.
Lediglich Nierenstein-Patienten sollten Spinat aufgrund seines hohen Gehalts an
Oxalsäure vermeiden.