Am vergangenen Samstag wurde beim vienna night run durch das nächtliche Wien gelaufen. So manch ein Läufer bzw. Läuferin stand leider nicht im richtigen Startblock.
(Fortsetzung)
sich vorangemeldet hatten. Wer aber statt einer
realistischen 5-km-Zeit von – sagen wir mal – 24 Minuten einfach 19 angibt und
sich deshalb schnell in der 1. Reihe wiederfindet, wird aber so was von
überlaufen, dass es keine Freude mehr ist. Da sehr viele Teilnehmer unterwegs
waren, die um die 17, 18 km/h laufen können, die Strecke anfangs noch dazu
bergab geht, ein Dilemma, wenn dann „Hindernisse“, die etwas mehr als halb so
schnell herumwackeln, vor einem auftauchen. Denn wenn der erste ausschwenkt, um
zu überholen, muss klarerweise der nächste auch, der nächste auch, usw. Und
irgendeiner stolpert dann im Eifer des Gefechts oder rennt in den langsameren
hinein – ohne Absicht. Ein Sturz bei einem Wettlauf, in dem vielleicht
10-15.000 Läufer nachdrängen, ist so lustig nicht, man weiß, was bei
Massenpaniken (und von der sich bewegenden Masse her sind Wettlauf und
Massenpanik durchaus vergleichbar, nur dass bei ersterem absichtlich gelaufen
wird, bei zweiterer aus schrecklicher Notwendigkeit heraus) geschehen kann.
Noch schlimmer
ist das Ganze z. B. im Triathlon, wenn an sich schwache Schwimmer (die
vielleicht gut Rad fahren und laufen können, daher keine Zeit verlieren
möchten) ganz vorne wegschwimmen und – auch klarerweise – nur noch überholt
werden. Im besten Fall. Denn auch hier ist das Starterfeld meist dicht
gedrängt, und für manche gibt es dann gar keine Auswegmöglichkeiten mehr, die
hinteren drängen nach, und schon schwimmt einer über den anderen. Ähnlich bei
Radmarathons, wo Stürze und Unfälle ohnehin auf der Tagesordnung stehen.
Gefährlich sind
alle drei Situationen. Und ärgerlich. Denn wie kommt ein schnellerer Läufer
dazu, Zick-Zack laufen zu müssen, nur weil ein paar Spaßvögel auf Stur schalten
oder nicht einsehen, dass sie ganz vorne nichts verloren haben? Und die
Spaßvögel tun sich selbst ja auch nichts Gutes, werden Sie doch meist recht
forsch angesprochen oder angeschrien, gerempelt, usw. Und lustig kann das Ganze
ja auch nicht sein, wenn man gleich zu Beginn von hunderten oder gar tausenden
überrannt wird. Daher Startposition so wählen, dass diese auch der
realistischen Position im Läuferfeld entspricht – und trotzdem immer locker
bleiben!