Für manche sind Sport und körperliche Ertüchtigung das Lebenselixier, aus dem sie schier unendlich viel Energie schöpfen.
(Fortsetzung)
trotzdem in illustrer Runde das eine oder
andere Bierchen gezwitschert. Aber eben erst nach getaner „Arbeit“, nach
absolvierter körperlicher Ertüchtigung. Nichtsdestotrotz gelingt es auch in
sportlichen Kreisen dem einen mehr, dem anderen weniger, sich zu überwinden, zu
quälen.
Lassen wir einmal die bereits erwähnten Gene außer Acht. Wenig
Motivation kann auch andere Gründe haben. Wer etwa ein ganzes Sportjahr
hindurch immer brav, immer hart trainiert und Wettkämpfe am laufenden Band
runtergeklopft hat, darf am Saisonende natürlich müde sein. Soll sogar müde
sein, weil er sonst ja etwas falsch gemacht hat von Frühjahr bis Herbst. Wer
ständig halbwegs gute Leistungen bringt, auch im Winter, bringt eben nie wirklich
gute Leistungen. Die sind aber notwendig, um seine persönlichen Ziele zu
erreichen. Außer man setzt diese nicht besonders hoch an. Da wären wir aber
wieder bei den Genen und der Persönlichkeit.
Wenn einem jetzt
im Herbst/Winter die Vereinskollegen nur so um die Ohren
fahren/schwimmen/laufen, dann ist das kein Zeichen von eigener körperlicher
Schwäche, sondern (meist) von richtiger Saisonplanung. Wer diese „Unmotivation“
allerdings schon länger in sich trägt – etwa bereits seit dem Frühjahr oder –
noch schlimmer – seit einigen Jahren – der sollte sich überlegen, ob er nicht
lange Zeit „überzockt“ hat. Sprich zu viel trainiert hat. Nur um des Trainings
Willen. Alibieinheiten. Weil man körperliche Belastung einfach gewöhnt ist. Da
noch schnell 40 Minuten auf dem Ergo, dort noch schnell die Laufsachen
eingepackt und von A nach B gelaufen. Nur, damit die Familienmitglieder wieder
bewundernd mit den Köpfen nicken. Regeneration ist wichtig, Herrschaften! In
der Ruhe liegt die Kraft. In den Pausen steigert man seine Leistungsfähigkeit.
Wer über lange Zeit hinweg seine körperliche (UND damit letztendlich auch
geistige) Müdigkeit anhäuft, verfällt oft in einen Zustand der „Unmotivation“.
Das heißt, er trainiert weiter, er arbeitet weiter, er lebt „ganz normal“ (also
so wie bisher) weiter, bringt aber immer weniger Leistung. Im schlimmsten Fall
endet das Ganze dann im burn-out, im besten Fall irgendwo auf einer schönen
Urlaubsinsel, von der man mit frischen Kräften zurückkommt. Und es so richtig
krachen lässt!