Der Vienna City Marathon (VCM) wird zum 30. Mal ausgetragen. Am 14. April 42,195 km durch eine der schönsten Städte dieser Welt.
(Fortsetzung)
hat und etwa ein paar
negative 30er zu absolvieren hatte, weiß ein Liedchen davon zu singen. Wie
schwierig allein die psychische Vorbereitung auf 3 km Einlaufen, 30 km immer
schneller werdend und dann vielleicht noch 45 Min Ergometer zum Ausrollen ist,
wie weh dann alles tut, wie sehr man sich davor fürchtet, an dieser Einheit zu
scheitern, langsamer als vorgenommen zu sein oder überhaupt aufzugeben. Zwei
Tage später wieder ein Dauerlauf über 90 Minuten, vier Tage später 8x2000 m
knapp unter dem angestrebten Marathontempo, usw. Wie schön ist da die
psychische Vorbereitung auf 20 lockere Laufminuten mit jeweils 60 s Dehnung der
Waden, Beinstrecker und –beuger.
Klar bleibt die
neuerliche Marathonvorbereitung nicht so einfach, aber die erste Phase ist
hauptsächlich dem lockeren Grundlagen- und Fettstoffwechseltraining gewidmet.
Und ja, bald werden die Einheiten auch länger, deutlich länger, aber der
langsame Laufschritt bleibt, somit hält sich die Gesamtbelastung - auch, oder
gerade, was die Psyche betrifft - sehr in Grenzen. Alternativsportarten wie
Radfahren, Langlaufen, Bergwandern oder -steigen, Tourenski, Klettern,
Krafttraining, all das wird eingebaut ins Programm. Wer etwa einen
3:1-er-Rhythmus „fährt“ (oder in diesem Falle „läuft“), steigert seinen Umfang
3 Wochen lang, um in der 4. Woche ein bisschen vom Gas zu gehen, ein bisschen
weniger zu machen. 4-6 solcher Blöcke (je nachdem, welches Niveau man laufmäßig
hat) führen letztendlich zum Ziel.
Wichtig ist bei
einem solchen Aufwand vor allem, dass man so wenige Fehler wie möglich macht.
Also z. B. keine zu schnellen Umfangs- oder Intensitätssteigerungen. Vor allem
Anfänger neigen dazu, ihre Vorbilder nachzuahmen. Wer kaum Laufkilometer
gesammelt hat in seinem Leben, kann nicht von heut auf morgen 20 km
runterspulen. Also „kann“ schon, aber die Rechnung wird mit an Sicherheit
grenzender Wahrscheinlichkeit in Form von Verletzungen oder Erkrankungen recht
bald präsentiert. Überhaupt sollten sich Neulinge an „alte Hasen“ hängen, deren
Erfahrungen sind ja trotzdem „echt“, auch wenn sie schon (weit) zurück liegen.
Auf der anderen Seite muss jeder selbst seine Erfahrungen machen, das ist ja
das Spannende (am Marathon).