Ultratraining - wie beginnt man mit dem Training für einen 100er?

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Man sollte sich Schritt für Schritt an solch lange Einheiten herantasten.



(Fortsetzung)

gehandelt hatte. Gut, die Ersten machten stets mächtig Tempo, einmal war man sogar dabei gewesen, als der Sieger über 100km unter einem 4er-Schnitt ins Ziel geknallt war. Der war sehr dünn gewesen, verdammt austrainiert, aber der „100-km-Normalverbraucher“ war nicht eben drahtig – lief aber dennoch um die 5 Min/km, was einer unvorstellbaren Endzeit von ca. 8h20Min entsprach/-spricht. Seit damals wusste man aber auch, wie unfassbar langsam dem Zuschauer ein 4er-, geschweige denn ein 5er-Schnitt vorkam. Selbst ein 3-Min-Tempo sah/sieht teilweise wie Spazierengehen aus (vielleicht gibt es deshalb so wenige Zuseher bei Wettläufen, die nicht gerade „City-Marathon“ oder wenigstens so ähnlich heißen…).

Ultralauf ist also der letzte Ausweg?! Doch wie beginnt man mit dem Training für einen 100er? Zunächst gilt – wie auf allen anderen Distanzen – das Prinzip der zunehmenden Spezifizierung. Je weiter der geplante Hauptwettkampf entfernt ist, desto unspezifischer darf trainiert werden. Wer also seinen ersten 100er erst in einem Jahr „angehen“ möchte, kann jetzt getrost Skitouren gehen, wandern oder tanzen. Je näher der 100er, desto mehr muss mit langen und sehr langen Läufen der Fettstoffwechsel trainiert werden. Und der passive Bewegungsapparat. Last but not least die Psyche. Lange Läufe sind bei solchen Wettkampfdistanzen natürlich länger als bei herkömmlichen Marathons. 50er- oder 60er dürfen es im Training schon sein, die müssen aber bewusst sehr langsam getrabt werden. Dass man dafür ziemlich viel Zeit benötigt, dürfte klar sein. Dass man sich nur Schritt für Schritt an solch lange Einheiten herantasten sollte, hoffentlich auch. Denn Gelenke, Bänder und Sehnen passen sich sehr viel langsamer an als etwa Muskulatur oder Herz-Kreislauf-System. Und wenn beim passiven Bewegungsapparat mal etwas kaputt ist, hat man meist einen langwierigen und schmerzvollen Regenerationsweg vor sich; einen Weg, auf dem – zumindest spezifisch – nicht trainiert werden kann.

Folgende Faustregel gilt;
nicht mehr als 5 Min länger als der längste Lauf, den man in den letzten 4 Wochen absolviert hat. Langsam und intelligent den Umfang steigern. Übrigens sind weder Krafttraining, Lauf-ABC-Übungen oder Stretching fehl am Platz. Auch nicht beim Training für Ultraläufe.

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  • Autor: Christian Kleber (MAS)
  • Link: http://www.MaxFun.cc
  • Gelesen: 33356 mal
  • Datum: 2012-10-31 | publication_date Wed, 31 Oct 2012 12:16:15 CET | RV7356 22 %
  • Tags: Ultratraining, Ultra-Panoramalauf, lange Einheit, Halbmarathon, Marathon, Ultraläufe, mozart100, 24Stundenlauf, 12Stundenlauf, Wörschach, Steyr, Psyche, Bewegungsapparat, 100km, 50km

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